Aktuelles Archiv 2005

12.04.2005

OB Vettermann: Ein Mann - ein Wort ?

Seit der Stadtratswahl 2004 nimmt das Gieren nach Posten kein Ende. Dass die Fachbürgermeister auf 7 Jahre und somit bis 2008 gewählt wurden, scheint nicht so wichtig zu sein. „Jetzt sind wir dran, koste es was es wolle!“, war das Motto von PDS und AG Zwickau, seit Januar 2005 unterstützt von den Teilen in der CDU, denen die SPD-Bürgermeister schon lange ein Dorn im Auge sind. 

Die Stadtratssitzung vom Januar 2005 wurde von Oberbürgermeister Vettermann als „Tiefpunkt“ bewertet, nachdem die Abwahlanträge gegen die Bürgermeister Dietrich (SPD) und Kirchdörfer (CDU) auf die Tagesordnung gesetzt und mit fadenscheiniger Begründung wieder vertagt worden waren. Da hatte er nicht unrecht.

Oberbürgermeister Vettermann konnte die Arbeit seiner Bürgermeister gar nicht genug loben. Der Vorsitzende der Stadt-CDU, Landtagsabgeordneter Pietzsch, sah noch im März 2005 keine Gründe für eine Abwahl und brachte sogar die Moral ins Spiel.

Und nun? Die Abwahlanträge gegen Frau Dr. Findeiß und Herrn Dietrich tragen auch die Unterschrift des CDU – Fraktionsvorsitzenden Seidel. OB Vettermann unterstützt diese ebenfalls.

Dass ausgerechnet diese Bürgermeister eine gute Arbeit leisten, in der Stadtverwaltung und außerhalb ein hohes Ansehen genießen, spielt scheinbar keine Rolle. Das Ziel heiligt die Mittel. 

Und neue Begründungen sind auch schnell gefunden: Zentrale Aussage ist, dass die SPD-Stadträte dem Haushaltssicherungskonzept nicht zugestimmt haben und somit die SPD- Bürgermeister weg müssen. Ihre Aufgabe wäre es gewesen, so Fraktionsvorsitzender Frank Seidel, die Fraktion SPD/Grüne zur Zustimmung zu bewegen. 

Dass Bürgermeister laut Gesetz eine Pflicht zur unparteiischen Amtsführung haben, davon will er offenbar nichts wissen. Und das alles wird jetzt vom Oberbürgermeister unterstützt. Soviel zum Thema „Moral“. 

Die SPD steht dazu, diesem Haushaltssicherungskonzept nicht zugestimmt zu haben. Hier wurden willkürlich Seifenblasen gebildet, die eines Tages platzen werden. 

Die SPD ist nicht bereit zu beschließen, dass die Erde eine Scheibe ist, nur weil die Herrn Meyer, Badstübner, Seidel oder auch Vettermann dies möchten.


Zurück zur Übersicht